Aktuelle Blogbeiträge
Spanische Fliege
Spanische Fliege ist in Wirklichkeit eine Käferart namens „Lytta vesicatoria”, früher auch Cantharis vesicatoria genannt und gehört zu der Familie der Ölkäfer (Meloidae). Die getrockneten Ölkäfer werden zermahlen, um dann mit diesem Pulver die Genitalien einzureiben. Dem Mittel wird eine Potenzsteigerung durch eine massive Reizung der Harnwege nachgesagt, welche zu einer starken Erektion bis hin zu einer schmerzhaften Dauererektion führen kann.
Das Pulver enthält das starke Reizgift Cantharidin, welche als Nebenwirkung auf der Haut Blasen und Nekrosen bildet. Bei oraler Einnahme kann Cantharidin zu akutem Nierenversagen führen und ist ab 0,03 g des Giftes tödlich. In der entfernten Vergangenheit wurde die Spanische Fliege auch als Tötungsgift bei Hinrichtungen und für heimliche Mordanschläge verwendet.
Die erhältlichen Präparate in Deutschland stellen bei einer normalen Anwendung jedoch keine Gefahr dar, da sie den Wirkstoff Cantharidin tatsächlich nur in einer homöopathischen Dosierung enthalten. Und sind aus diesem Grund völlig ineffektiv, wenn man von dem nicht zu verharmlosenden Placebo-Effekt absieht.
Viagra
Das Medikament Viagra des Pharmaunternehmen Pfizer enthält den Wirkstoff Sildenafil und gehört zu der Gruppe der PDE-5-Hemmer. Ursprünglich wurde das Medikament gegen Herzinsuffizienz entwickelt, führte aber entgegen den Erwartungen bei den Testpersonen zu intensiveren Erektionen. Der Wirkstoff Sildenafil im Viagra blockiert das Enzym Phosphodiesterase, kurz PDE-5 genannt, dadurch erhöht sich die Konzentration des Botenstoffs Stickstoffmonoxid in der glatten Muskulatur des Schwellkörpers. Wodurch sich die Muskulatur entspannt und verstärkt Blut in den Penis strömen lässt. Diese verstärkte Durchblutung führt zu einer Erektion. Wie bei allen PDE-5-Hemmer wirkt Viagra nur bei einer ausreichenden sexuellen Stimulation und ist damit kein Aphrodisiakum.
Viagra wird in Form einer Tablette ca. 1 Stunde vor der geplanten sexuellen Aktivität eingenommen. Die Wirkungsdauer des Potenzmittels beträgt in der Regel bis zu 4 Stunden. Durch reichliche Nahrungsaufnahme und Alkohol die Wirkung von Viagra verzögern werden. In einen Zeitraum von 24 Stunden darf nur eine Tablette eingenommen werden.
Die Nebenwirkungen des Medikamentes können Kopfschmerz, Gesichtsröte, Oberbauchbeschwerden, Sehstörungen (zumeist Veränderung des Farbsehens), Schwindel, Muskelschmerzen und Verstopfung der Nase sein.
Viagra sollte auf keinen Fall bei einer Vorliegen Lebererkrankung, bei eingeschränkter Nierenfunktion, Sichelzellanämie, Leukämie und bei Plasmozytom eingenommen werden. Warnung: Auf keinen Fall sollte dieses Potenzmittel bei einer gleichzeitigen Einnahme von nitrathaltigen Medikamenten und andere NO-Donatoren, wie sie zum Beispiel bei der Behandlung einer Angina Pectoris angewandt werden. Diese Kombination von beiden Medikamenten kann den Blutdruck gefährlich fallen lassen und sogar in Extremfall zum Herztod führen.
Cialis
Das Potenzmittel Cialis von der amerikanischen Firma Lilly Pharma Hilft beim Problem der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung) im psychischen Bereich. Es kommt beim Mann nur zu einer Erektion, wenn eine schnelle Bluteinströmung in den Schwellkörper erfolgt. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass sich die umliegende Muskulatur sich entspannt. Bei der sexuellen Stimulation wird im Körper des Mannes der Botenstoff Stickstoffmonoxid freigesetzt. Der wiederum einen weiteren Botenstoff auf die Reise schickt, der die umliegenden Muskelzellen im Schwellkörper erschlaffen lässt, es kommt zu einer Erektion. Der Vorgang der Erektion wird durch das aussenden des Enzym PDE-5 beendet. Das Medikament Cialis zählt zu der Gruppe der PDE-5-Hemmer, es hemmt dieses Enzym PDE-5 und verstärkt damit die Entspannung der Muskelzellen im Schwellkörper und ermöglicht einen vermehrten Blutfluss zum Penisschwellkörper.
Wie alle Medikamente aus der Gruppe PDE-5-Hemmer, wirkt Cialis nicht als Aphrodisiakum, der Mann muss also selbst für sexuelle Stimulation sorgen. Der in Cialis enthaltene Wirkstoff Tadalafil erreicht seine volle Wirkung etwas langsamer als Viagra und hält bis zu ca. 32 Stunden an. Angeblich soll fettreiche Nahrung und geringe Alkoholmengen die Wirksamkeit von Cialis nicht beeinträchtigen.
Wie bei allen Medikamenten können auch bei Cialis Nebenwirkungen auftreten, sie äußern sich in Form von Muskel- und Rückenschmerzen. Es kommt auch zu Hautrötungen, verstopfte Nasen, Schwindelgefühl und das von Viagra bekannte Veränderungen im Farbensehen tritt bei Cialis nur selten auf. Cialis hat den Nachteil gegenüber Viagra, dass auf Grund der längeren Wirkungsdauer, auch die eventuellen Nebenwirkungen ebenfalls länger anhalten.
Cialis sollte auf keinen Fall eingenommen werden, wenn der Mann irgendwelche anderen gefäßerweiternden Medikamente einnimmt, ganz in besonderen bei nitrat-haltige Medikamenten (Herzmedikamente). Es kann es zu einer extrem gefährlichen Blutdrucksenkung kommen.
Warnung: Auch hier sollte der Bezug von Cialis aus dubiosen Quellen, wie aus dem Internet versichtet werden. Hier werden meistens gefälschte Versionen des Medikament Cialis angeboten, zumal das Medikament verschreibungspflichtig ist. In günstigsten Fall hat Medikament keine Wirkung, über den anderen Fall sind nicht deklarierte Substanzen enthalten und darüber möchte man lieber nicht nachdenken.
Uprima
Unter den biochemisch hergestellten Potenzmitteln unterscheidet man zwei unterschiedliche Medikamentengruppen. In der ersten Medikamentengruppe finden sich die so genannten PDE-5-Hemmer. Sie hemmen das Enzym PDE-5, welches für ein abschwäche der Erektion verantwortlich ist.
Als zweite Medikamentengruppe gibt es noch die zentral wirkenden Potenzmitteln, das heißt, sie wirken direkt im Gehirn. Dort aktiviert der enthaltne Wirkstoff Apomorphin-Hydrochlorid den Botenstoff Dopamin, der nun seinerseits weitere Botenstoffe freisetzt und damit für eine Erektion sorgt. Das Uprima vom Pharmaunternehmen Abbot wird ca. 20 Minuten vor dem geplanten Geschlechtsakt unter die Zunge gelegt und gelangt dadurch sofort in das Gehirn, wo das Apomorphin-Hydrochlorid seine komplette Wirkung entfalten kann. Es ist möglich, dass Potenzmittel Uprima zum beginn mehrmals verabreicht werden muss, bevor es zu vollständige Wirkung kommt. Das Medikament Uprima ist im Gegensatz zu Cialis, Levitra, Viagra und Co. bei Patienten, die Nitrate (Herzmedikamente) einnehmen, nicht kontraindiziert. Es kann deshalb auch von Patienten, die zum Beispiel mit blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt werden, nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.
Zurzeit gibt es nur ein Medikament in dieser Gruppe, was auch von den entsprechenden Behörden für den Arzneimittelmarkt frei gegeben wurde. Natürlich wird in diesen Bereich weiter geforscht und sicherlich wird es bald vergleichbare Medikamente in dieser Gruppe geben. Bei der Einnahme von Uprima wurde nur wenige Nebenwirkungen beobachtet, wie Brechreiz, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Gähnen, Rhinitis, Pharyngitis, verstärkter Husten, Hitzewallung, Geschmacksstörungen, Schwitzen und seltner Ohnmacht.
Man kann nur warnen sich Uprima aus unseriösen Quellen, wie das Internet zu besorgen. In der Regel werden dort nur gefälschte Potenzmittel angeboten. Im besten Fall hat das erwobene Medikament keinerlei Wirkung.



